Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion

| Kennwert | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Frontglas (Beispiel) | 3,2 mm | Datenblatt Jinko Tiger Neo 54HL4-B |
| Gewicht | 22 kg bei 1.722 × 1.134 mm | Datenblatt Jinko |
| Gewicht je m² | 11,3 kg | berechnet |
| Temperaturkoeffizient Pmax | −0,30 %/K | Datenblatt Jinko |
| Wirkungsgrad | 20,74 bis 21,25 % | Datenblatt Jinko (405 bis 420 Wp) |
Ein Glas-Folie-Modul besteht von vorn nach hinten aus gehärtetem Solarglas, einer Einbettungsfolie, den verschalteten Zellen, einer weiteren Einbettungsfolie und der Rückseitenfolie, meist einem Verbund aus mehreren Kunststoffschichten. Ein Aluminiumrahmen gibt Stabilität und dient zur Befestigung. Die Rückseitenfolie ist weiß, schwarz oder transparent, schwarze Folien ergeben zusammen mit schwarzem Rahmen die vollschwarze Optik.
Leichter durch nur eine Glasscheibe
Weil das Frontglas allein die mechanische Last trägt, ist es meist dicker als bei Glas-Glas-Modulen, beim Jinko Tiger Neo 54HL4-B 3,2 Millimeter. Trotzdem fällt das Gesamtgewicht oft etwas niedriger aus: 22 Kilogramm bei 1.722 × 1.134 Millimetern, also 11,3 Kilogramm je Quadratmeter. Leichtere Module erleichtern die Montage auf Dächern mit knapper Tragreserve, etwa auf älteren Holzkonstruktionen.
Haltbarkeit der Rückseitenfolie
Die Rückseitenfolie schützt die Zellen vor Feuchtigkeit und isoliert elektrisch. Hochwertige Folien sind auf Jahrzehnte ausgelegt, sie lassen aber in geringem Maß Wasserdampf durch, Glas dagegen nicht. Deshalb geben Hersteller für Glas-Glas-Module oft etwas längere Leistungsgarantien. Für ein typisches Hausdach sind beide Bauarten geeignet; entscheidend sind Herstellerqualität, Zertifizierung und Garantiebedingungen.
Wann Glas-Folie die bessere Wahl ist
Glas-Folie-Module sind sinnvoll, wenn das Gewicht zählt, wenn das Montagesystem bereits für gerahmte Standardmodule ausgelegt ist oder wenn ein bestimmtes Format und eine vollschwarze Optik gewünscht sind. Bifazial nutzen lassen sie sich nur mit transparenter Rückseitenfolie, was selten ist.
Vorteile
- Bewährter Standardaufbau
- Oft etwas leichter
- Passt in übliche Montagesysteme
Nachteile
- Rückseitenfolie lässt etwas Feuchtigkeit durch
- Meist nicht bifazial
- Garantien teils kürzer als bei Glas-Glas
Beispiele aus Datenblättern
| Panel (Datenblatt) | Leistung | Maße | Gewicht | Wirkungsgrad bis | Temp.-Koeff. Pmax |
|---|---|---|---|---|---|
| Jinko Solar Tiger Neo 54HL4-B108 Halbzellen (6 × 18), n-Typ mono, Glas-Folie (Frontglas 3,2 mm) | 405 bis 420 Wp | 1.722 × 1.134 × 30 mm | 22,0 kg | 21,5 % | -0,30 %/K |
Quelle: Herstellerdatenblätter (Versionen siehe Quellen und Methodik). Wirkungsgrad laut Datenblatt für die stärkste Variante.
Häufige Fragen
Was ist besser, Glas-Glas oder Glas-Folie?
Beide sind für Hausdächer geeignet. Glas-Glas gilt als robuster gegen Feuchtigkeit, Glas-Folie ist oft leichter. Vergleiche Garantien und Gewicht im Datenblatt.
Wie lange hält die Rückseitenfolie?
Hochwertige Folien sind auf die Lebensdauer des Moduls ausgelegt. Die Leistungsgarantie des Herstellers zeigt, wofür er einsteht.
Sind schwarze Rückseitenfolien schlechter?
Schwarze Folien erwärmen das Modul etwas stärker, was die Leistung leicht senken kann. Der Unterschied ist im Datenblatt am Wirkungsgrad der Full-Black-Variante zu sehen.
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Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
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