Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion

| Kennwert | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Median Wirkungsgrad CdTe, alle Listungsjahre | 17,7 % | CEC PV Module List, Stand 12.10.2026 |
| Median Wirkungsgrad CIGS | 15,3 % | CEC PV Module List, Stand 12.10.2026 |
| Median Temperaturkoeffizient CdTe | −0,29 %/K | CEC PV Module List, Stand 12.10.2026 |
| Marktanteil CdTe | ca. 5 % | Fraunhofer ISE, Aktuelle Fakten zur PV, 20.08.2026 |
Statt Scheiben aus kristallinem Silizium werden bei Dünnschichtmodulen Halbleiterschichten von wenigen Mikrometern Dicke auf ein Trägermaterial aufgedampft oder abgeschieden. Das spart Material, erfordert aber aufwendige Beschichtungsanlagen. Die wichtigsten Varianten sind Cadmiumtellurid (CdTe), Kupfer-Indium-(Gallium-)Selenid (CIS oder CIGS) und amorphes Silizium.
Kennwerte aus der CEC-Liste
Über alle Listungsjahre liegt der Median-Wirkungsgrad der CdTe-Module in der PV Module List der California Energy Commission bei 17,7 Prozent, der der CIGS-Module bei 15,3 Prozent. Kristalline Module erreichen heute 21 bis 24 Prozent. Beim Temperaturkoeffizienten schneidet CdTe mit einem Median von minus 0,29 Prozent je Kelvin gut ab. Dünnschichtmodule brauchen für dieselbe Leistung also mehr Fläche, verlieren bei Hitze aber vergleichsweise wenig.
Wo Dünnschicht eingesetzt wird
Fraunhofer ISE nennt für CdTe-Module einen Marktanteil von etwa 5 Prozent. Eingesetzt werden sie vor allem in großen Freiflächenanlagen. Auf Hausdächern sind sie selten, weil die Fläche dort knapp ist. Flexible Dünnschichtmodule auf Folie kommen bei Sonderanwendungen vor, etwa auf leichten Hallendächern ohne Tragreserve, auf Wohnmobilen oder in der Gebäudeintegration.
Umweltaspekte
Fraunhofer ISE weist darauf hin, dass CdTe-Module Cadmium in Salzform enthalten, das sich in dieser Technologie nicht ersetzen lässt; metallisches Cadmium und Cadmiumoxid gelten als sehr giftig, CdTe als gesundheitsschädlich. CIS-Zellen enthalten Selen. Für ausgediente Module gilt in Deutschland die Rücknahme nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz, entsorgt werden sie über Sammelstellen oder den Hersteller.
Vorteile
- Geringer Leistungsverlust bei Hitze (CdTe)
- Flexible Varianten für leichte Untergründe
- Gleichmäßige Optik
Nachteile
- Niedrigerer Wirkungsgrad, mehr Fläche je kWp
- Für Hausdächer selten angeboten
- Cadmium bzw. Selen im Material
Häufige Fragen
Lohnen sich Dünnschichtmodule auf dem Hausdach?
Selten, weil sie mehr Fläche je kWp brauchen. Sinnvoll sein können sie auf Dächern ohne Tragreserve als flexible, leichte Variante.
Sind CdTe-Module gefährlich?
Im Betrieb sind die Stoffe eingeschlossen. Fraunhofer ISE beschreibt die Stoffeigenschaften und verweist für die Bewertung auf unabhängige Untersuchungen des jeweiligen Modultyps.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen?
In der CEC-Liste im Median 17,7 % für CdTe und 15,3 % für CIGS über alle Listungsjahre.
Beispielrechnung mit offen gelegten Annahmen, keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Planung, Auslegung und Anmeldung übernimmt ein Elektrofachbetrieb.
Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
- California Energy Commission: PV Module List
- Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland (Fassung 20.08.2026)
Zusammenstellung, Rechenkern und Pflege: Redaktion Photovoltaik-Panel.de. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.